Ininal Kreditkarten gesperrt – Ermittlungen gegen Gründer eingeleitet
Bei ininal handelt es sich um eine türkische Zahlungsplattform, die Prepaid-Karten in Zusammenarbeit mit Visa anbietet. Die Karten ermöglichen Nutzern bargeldlose Zahlungen und Abhebungen an Geldautomaten, ohne ein Bankkonto zu benötigen. Besonders beliebt war der Dienst auch bei Ausländern, da man mittels Reisepass eine virtuelle türkische Debitkarte beantragen und so von Währungsvorteilen, insbesondere bei Streaming-Services, profitieren konnte.
Doch seit Mitte März 2025 sind sowohl Einzahlungen als auch Auszahlungen mit einer ininal-Karte nicht mehr möglich. Laut derzeitigen Informationen befindet sich nämlich der Gründer, Erkan Kork, zusammen mit etlichen weiteren Personen in Untersuchungshaft. Als Grund wird von den türkischen Behörden der Verdacht auf Geldwäsche genannt, ininal soll unter anderem in einem weitreichenden Netz für illegale Wetten und Finanztransaktionen verstrickt sein.
Auch das Unternehmen ininal hat die Probleme mittlerweile auf seiner Homepage bestätigt. In folge der Ermittlungen wurde von der türkischen Einlagensicherungs- und Treuhandbehörde eine neue Geschäftsführung und ein neuer Generalamanger eingesetzt. In einigen Wochen könnte ininal dann vielleicht seinen regulären Betrieb wiederaufnehmen – allerdings bleibt unklar ob auch Konten von ausländischen Nutzern weiterhin nutzbar sein werden oder man künftig zwingend einen Wohnsitz in der Türkei nachweisen muss.
Ebenfalls fraglich ist was mit dem Restguthaben auf den derzeitigen ininal-Debitkarten passiert, im schlimmsten Fall wird man dieses Geld abschreiben müssen.